4. Woche Reisebericht Baltikum
2019.05.19 bis 23 (Sonntag bis Freitag) Campingplatz Mazuciai
2019.05.20 (Montag) Campingplatz Mazuciai
Wir haben es super getroffen. Der Strand ist nur 5 Minuten durch einen Pinienwald entfernt und es ist nichts los hier. Eine einsame Weite wie an Dänemarks Nordseeküste, halt nur 25° und fast blauer Himmel. Im Moment sind wir die einzigen Besucher und haben so alles für uns allein. Heute spannen wir am Platz aus und genießen das Vorsommerwetter.
Spätnachmittags fahre ich mit dem Campingplatzbetreiber nach Kretinga. Er sagt dass man dort unsere Gasflaschen wieder auffüllen kann. Gesagt, getan! Zwei graue 11 kg Flaschen befüllt mit LNG in Nullkommanichts. Und dafür gerade mal 24€ bezahlt.
Am Abend haben wir noch was zu grillen und der Rote schmeckt auch in Litauen. Mücken sind fast keine da und die wenigen die ab und zu kommen um zu sehen ob wir noch da sind mögen unser Blut nicht (haben wir mit OFF verdünnt)
2019.05.21 (Dienstag) Campingplatz Mazuciai, Radtour nach Palanga
Wieder eine ruhige Nacht, kein Regen und nicht kalt. Angelika hat unsere Winterbettdecken gegen die dünnen Sommerbettdecken getauscht. Darunter schläft es sich noch besser, da man Nachts nicht schweißgebadet aufwacht. Wie gesagt wir machen Urlaub (wer hat bloß den Urlaubszettel unterschrieben) und das Nichtstun ist auch mal schön.
Am frühen Nachmittag fahren wir mit dem Rad nach Palanga, ca. 6 km Radweg durch einen nicht endenden Pinienwald. Palanga ist der „Ort“ in Litauen wo die Litauer Sommerurlaub machen. Im Winter ein Ort mit 17.000 Einwohnern und im Juli/August schon mal bis zu 250.000 Bewohnern. Die ewig lange Fußgängerzone zur Anlegebrücke ist gesäumt von Geschäften aller Art. Jetzt hat zwar noch vieles zu, aber alle werkeln an ihren Geschäften und Kneipen um für die Saison gewappnet zu sein.
Der örtliche LIDL lässt uns noch etwas Leckeres einkaufen bevor wir uns auf den Rückweg machen. Eine Gewitterfront holt uns ein und wir haben eine kostenlose, warme Dusche von oben. Auch die Seitendusche von den vorbeifahrenden Autos ist nicht ohne. Am Campingplatz angekommen sehen wir dass wir die Dachluken vom WoMo aufgelassen haben. Aber es ist gar nicht so viel Wasser reingekommen wie wir dachten und in Kürze ist alles trockengelegt.
Im Backofen schmurgeln vier forellenartige Fische die wir dann genüsslich vertilgen.
2019.05.22 (Mittwoch) Campingplatz Mazuciai, Radtour nach Palanga
Gestern Abend gab es noch dem kleinen Gewitter noch einen schönen Sonnenuntergang. Die Nacht war trocken aber es hat wieder etwas abgekühlt. Die Morgensonne wärmt das Womo und wir schlafen bis 10 Uhr Ortszeit (+ 1 Stunde zu Deutschland). Wir sind absolut tiefenentspannt und genießen das schöne Wetter und die angenehmen Temperaturen.
Am Vormittag macht Angelika dann noch ein bisschen Klarschiff (bzw. Klarwomo) und ich ein paar Fotos vom einsamen Campingplatz. Gestern hatten wir von der Touristinfo noch eine Info von Palanga mitgenommen. Heute müssen wir nochmal in die Richtung und haben noch einige Sachen anzusehen (hoffentlich artet das nicht in Stress aus).
Zunächst fahren wir in den Birute Park und schauen uns das Schloß und einige schöne Skulpturen im Schloßpark an. Für den Besuch des Bernsteinmuseum sind wir leider zu spät unterwegs auch ist die Schloßbesichtigung nur bis 17 Uhr (Vorsaison) möglich.
Auf dem Weg zur in 1767 erbauten Kirche schauen wir noch beim Skulpturenpark vorbei. Eine schöne Promenade führt durch den Park und wird in Höhe der Musikhalle von einigen Bronzeskulpturen bevölkert.
Eine russisch orthodoxe Kirche liegt noch am Nachhauseweg und es werden noch schnell ein paar Fotos gemacht.
Auf dem Campingplatz angekommen haben wir uns dann ein ordentliches Abendbrot verdient. Es gibt einen gemütlichen Fernsehabend (Willsberg lässt grüßen) bevor wir sanft entschlummern.
2019.05.23 (Donnerstag) Campingplatz Mazuciai, Radtour nach Sventoji
Nach einer (schon wieder, es wird langweilig) ruhigen Nacht und unserem gehaltvollen Müslifrühstück; gammeln wir so vor uns hin bevor wir uns entschließen noch eine kleine Radtour zu machen. Es geht diesmal in Richtung Norden nach Sventoji. Es geht 8 km durch den dichten Pinienwald bevor wir in ein verlassenes Touristendorf kommen. Die Restaurants und Geschäfte haben fast alle noch nicht geöffnet und so gehen wir über eine kleine Brücke (nennt sich Monkey Bridge) auf die andere Seite des Sventoji Rivers.
Durch eine Ferienhauskolonie zurück zum einzigen offenen Supermarkt (ICI) in dem wir noch etwas Gemüse für das Abendmal einkaufen. Dann noch einen Abstecher zum „Hafen“ an dem es eine verfallene Seebrücke zu bestaunen gibt. Eine moderne katholische Kirche liegt am Wegesrand und schnell wird noch ein Foto auf den Chip gebannt. Es geht flott zurück zum Campingplatz und dort fallen wir fast aus allen Wolken. Es hat sich inzwischen eine deutsche Kolonie gebildet (allerdings fehlt die deutsche Fahne). Mit uns stehen insgesamt 8 Wohnmobile auf dem Platz. Rendsburg, Nordfriesland, Braunschweig, Celle etc. Was die hier wohl alle wollen?
2019.05.24. (Freitag) Die kurische Nehrung ist unser Ziel
Kunigiskiai - Klaipeda (Memel) – Juodkrante (Schwarzort)
Km Abfahrt: 19036
Gef. Km: 75
Uhrzeit Abfahrt: 12:15
Übernachtungskoordinaten:
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WC Entsorgung, Frischwasser
Tanken 9,37 l/100 km
Wir haben uns genug ausgeruht. Gestern Abend haben wir beschlossen den Besuch der kurischen Nehrung, welche letzte Woche zunächst ausfiel, nachzuholen.
Nach unserem First Class Frühstück (na, was wohl?) wird das Womo startklar gemacht ent- und versorgt und nach kurzem halt beim Lidl und der Tankstelle sind wir dann schnell in Klaipeda an der Fähre.
Wir brauchen nicht zu warten und sind 10 Minuten später auf der kurischen Nehrung. Nach Zahlung unseres Eintrittgeldes in den Nationalpark (15 €) steuern wir zunächst Juodkrante an um den Hexenberg zu besuchen. Die geschnitzten Skulpturen sehen teilweise recht gruselig aus.
Auf dem Parkplatz lernen wir ein nettes Hamburger Ehepaar kennen welches ebenfalls einen Sunlight fährt. Es wird gefachsimpelt und wir verabreden uns für abends am Ostseestrand auf der anderen des Ortes. Der Weg dorthin führt durch eine Fußgängerzone! (es gibt sicherlich eine richtige Straße, aber Elly ist wohl zu doof).
2019.05.25. (Samstag) Auf der kurischen Nehrung
Juodkrante (Schwarzort) – Nida - Juodkrante
Auf dem Parkplatz, an der Sackgasse zur Bar „Zasialis“ hatten wir eine ruhige Nacht. Am späten Abend schaute die örtliche Polizei nach dem Rechten aber war nicht dazu überreden uns in der Nacht zu bewachen (was auch nicht nötig war). Auch am Samstag wieder First Class Frühstück, danach Dithmarscher Landeszeitung lesen und dann Richtung Nida. Hier fahren wir mit dem WoMo auf die Düne „Parnidis“ und stellten uns ganz frech auf einen Bus-Parkplatz. Die letzten 150 m auf den Gipfel (oder heißt das bei einer Düne anders?) waren schnell gelaufen. Von hier oben gibt es eine herrliche Weitsicht. Auf der einen Seite nach Russland rein und auf der anderen Seite Richtung Nida auch ziemlich weit.
Anschließend wollen wir Nida unsicher machen, müssen aber wegen Parkplatzmangel (es ist Samstag, o Wunder) dieses Vorhaben zunächst aufgeben.
Wir fahren also zu einem Parkplatz an der Straße 167 und besteigen die Düne „Negyvosios kopos“ . Von Meereshöhe auf 53 m und wieder zurück in ca. 1,5 Stunden. Von oben eine herrliche Aussicht, wie auch nicht anders erwartet.
Danach geht’s wieder zurück nach Nida und finden auch einen Parkplatz um die Stadt – ich mein natürlich das Dorf – anzuschauen. Ein typisches Touristendorf! Angelika findet natürlich einige Stehrumchen von denen Sie eines unbedingt mitnehmen muss.
Den Abend und die Nacht verbringen wir wieder auf dem Parkplatz in Juodkrante. Elly hat diesmal die richtige Straße gefunden und so brauchen wir nicht wieder durch die Verkehrsberuhigte Straße.
2019.05.26. (Sonntag) Nochmal nach Palanga
Juodkrante (Schwarzort) – Klaipeda - Kunigiskiai
Km Abfahrt: 19206
Gef. Km: 63
Uhrzeit Abfahrt: 11:15
Übernachtungskoordinaten:
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Geschlafen haben wir wie die Toten (Nachwirkungen vom Dünenbesteigen). Sonntagsfrühstück mit allen Schikanen (kein Müsli) und anschließendes überlegen – wie geht´s weiter?
Wir fahren zunächst nochmal für eine Nacht auf den Campingplatz um zu entsorgen, Frischwasser zu tanken und ganz lange heiß duschen. Klaipeda sparen wir uns auf für später und als wir gegen 14.00 Uhr ankommen sind wir die einzigen Gäste.
Beim schönen Spaziergang an der Ostsee werden wir ordentlich durchgepustet und die Sonne ist auch noch beim Zubettgehen zu beobachten. Abends gibt es wie immer Bildung „Tatort“ und anschließend noch etwas für die Seele – Europawahl und Wahl in Bremen. Die aktuell Mächtigen kriegen das was sie verdienen!!!








































































