Bericht 3. Woche Baltikum
2019.05.13. (Montag) Von der Marienburg nach Mikolajki
Malborg - Elblag – Marciniaki - Mragowo - Mikolaiki
Km Abfahrt: 18058
Gef. Km: 225
Uhrzeit Abfahrt: 13:30
Übernachtungskoordinaten:
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WC + Grau Entsorgung
Wasserversorgung
Der Morgen ist trocken (wie haben wir das bloß hinbekommen) aber es ist noch ziemlich kühl. Der Campingplatzbetreiber meint dass heute noch so um die 20 Grad zu erreichen sind.
Wir machen uns auf den Weg zur Marienburg, die größte gemauerte Burg der Welt in Backstein. Für 8 Zloty (2€) pro Person bekommen wir eine Eintrittskarte mit Audioguide und machen uns auf die Rundreise! Als wir nach 2 Stunden die Burg verlassen haben wir nicht nur um die 100 Bilder gemacht sondern der Guide hat uns auch so zugesabbelt, das wir nicht mehr wissen was Sache ist.
Zurück zum Womo, einen Kaffee getrunken, entsorgt und versorgt und ab in die Masuren. Hier wollen wir endlich mal ein bisschen Radfahren und auch etwas Bräune nachtanken. Sonne scheint auf jeden Fall in Polen Mangelware zu sein. Aber wir kommen ja demnächst ein Land weiter.
2019.05.14. Mikolajki (1.Tag) - Tote Hose
Es ist wie verrückt. Es gibt in Polen wohl nichts anderes wie Regen und Kälte. Die ganze Nacht hat es geschüttet ohne Ende. Wir standen so ungünstig dass das Regenwasser vom Dach auf die hintere Stoßstange tropfte. Das war wie eine chinesische Folter, blob - blob - blob - blob, die ganze Nacht. Erlösung kommt erst gegen morgen. Der Regen hört auf und das Bloben wird leiser und seltener bis es irgendwann ganz aufhört.
Der Tag ist mit fünf bis sieben Grad sehr kühl und immer wieder Schauer. Am Nachmittag können wir uns dazu durchringen den zweiten Pullover anzuziehen und Richtung Mikolajki Stadt zu wandern. Hier ist absolut nichts los. Kein Touri zu sehen und kein Geschäft offen. Und das Mitte Mai!
Inzwischen ist die zweite Gasflasche fast leer. Da lt. Promobild und ADAC ein tauschen oder füllen unproblematisch sein soll wollen wir die erste Flasche auffüllen. Der freundliche Pole von der Rezeption schickt uns an die Tankstellen des Dorfes (drei an der Zahl). Aber überall Achselzucken und kein befüllen möglich.
Zurück ins Womo, den Strom angeschlossen und den Heizlüfter angeschmissen. Nach kurzer Zeit haben wir Sommer im Womo! 26° ist doch schon Mal ein schöner Anfang. Und draußen kommt ein neues Regengebiet in Sichtweite.
2019.05.15. (Mittwoch) Mikolajki 2. Tag
Was ist nur los mit dem Wetter??? Schon der Dienstag war eine einzige Katastrophe. Und die letzte Nacht reihte sich ohne Probleme in diese Katastrophenstimmung ein. Da wir den Platz gewechselt haben ist zwar die Chinesische Folter vorbei aber dafür kommt bei etwas Wind immer wieder mal ein Schwung Wasser von den Tannen. Schiet, was man beim Parken alles beachten muss.
Am späten Nachmittag stecken wir das Stromkabel in die Steckdose. Der Gebläselüfter von der den ganzen Tag laufenden Heizung hat unsere Bordbatterie an die Grenzen ihrer Kapazität bekommen. Auch der zum Zeitvertreib laufende Fernseher ist an dem leeren Akku nicht ganz unschuldig.
Jetzt haben wir 230V und sofort arbeitet unser kleiner Heizlüfter auf Hochtouren. Wir wollen Sommer haben und stellen den Thermostat auf 26 Grad. Die Wetterapp meint das am Donnerstag die Sonne bei Temperaturen um 20 Grad scheinen soll. Wir werden dann wohl doch noch eine schöne Radtour durch die Masuren machen können.
Bilder von diesem Wetter wollen wir euch ersparen.
2019.05.16. (Donnerstag) Von Mikolajki nach Litauen
Mikolaiki – Suwalken – Mariampol - Trakai
Km Abfahrt: 18283
Gef. Km: 317
Uhrzeit Abfahrt: 12:00
Übernachtungskoordinaten:
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Der Morgen graut und draußen ist ein Lärm wie auf einem Artillerieleitstand. Der Regen raubt uns den letzten Schlaf! Oropax hätte man mitnehmen sollen – aber vielleicht brauchen wir das ja bald nicht mehr.
Beim Frühstück entschließen wir uns nämlich dem nassen Masuren den Rücken zu kehren und uns nach Litauen abzusetzen. Da sollen 20 Grad und Sonne sein und zum Wochenende über 25°. Also alles verzurren, duschen, WC entsorgen und Frischwasser nachfüllen. Bis 12 Uhr müssen wir an der Rezeption sein da danach für 3 (?) Stunden Mittagspause ist.
Auch in den Masuren klappt das nicht so richtig mit dem rechnen: 2 Nächte a 50 Zloty und 1 Nacht zu 60 Zloty sowie eine Fahrradkarte zu 8 Zloty ergibt als Endsumme 68 Zloty. (Und das alles ohne Taschenrechner und PC) Der vorgesehene 200 Zloty Schein wandert wieder ins Fach und bezahlt wird dann mit einem 100 er. Wir können diesen Platz nur empfehlen siebzehn Euro für 3 Nächte – ein wirklich gutes Preis Leistungsverhältnis.
Schnell ab ins Womo und ab vom Hof, äh Platz. Wir tanken noch im Ort um zu mindestens das schlechte Gewissen etwas zu beruhigen. Auf dem Weg zur Wasserburg Trakai fahren wir dann noch einen Lidl an um die übrig gebliebenen Zloty in Ware umzutauschen.
In Trakai stehen wir im Garten eines Privatmannes der sich ein paar Euro dazuverdient (Ohne Quittung und ohne Finanzamt) Es ist absolut ruhig und der Weg zur Inselburg ist kurz.
2019.05.17. (Freitag) Zur litauischen Hauptstadt
Trakai - Vilnius
Km Abfahrt: 18600
Gef. Km: 31
Uhrzeit Abfahrt: 16:00
Übernachtungskoordinaten:
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Das erste Mal seit Tagen das wir nachts nicht durch Regenfolter geweckt wurden. Auch die Heizung bleibt aus da wir morgens um 9 Uhr schon 19 Grad im Womo haben. Heute wollen wir zur Inselburg Trakai welche ab 1409 erbaut wurde. Sie steht auf einer Insel im Galvé See und ist heute ein litauisches Nationaldenkmal. Hölzerne Brücken führen heute zur Insel.
Als wir gegen 11 Uhr die Insel erreichen haben schon einige Reisebusse ihre Insassen ausgespuckt, welche Richtung Inselburg unterwegs sind. Wir lösen zwei Rentnertickets a 4 € und machen uns auf den Besichtigungparcours.
Nach dem interessanten Rundgang gehen wir noch in die Stadt um Euros einzukaufen. Von diesen geben wir in einer Gaststätte gleich wieder ein paar aus um den knurrenden Magen zu besänftigen.
Die paar km nach Vilnius fahren wir im freitaglichen Feierabendverkehr und sind so erst gegen 17:30 Uhr auf unserem heutigen Übernachtungsplatz, einem Parkplatz nahe der Altstadt von Vilnius.
2019.05.18. (Samstag) Vilnius und Nachmittag Richtung Ostsee
Vilnius – Rumsiskes - Grabucsikes
Km Abfahrt: 18631
Gef. Km: 95
Uhrzeit Abfahrt: 16:00
Übernachtungskoordinaten:
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Nach einer ruhigen Nacht (nur das plätschern der Vilnia war zu hören) kommen wir relativ früh los um ein bisschen von der Altstadt von Vilnius zu erkunden.
Als erstes steigen wir auf den Burgberg um die Aussicht zu genießen. Leider kann man nicht auf die Altstadseite so dass nur der Blick über die Neris bleibt. Nach einer atemberaubenden Abfahrt mit der Standseilbahn gehen wir zur ersten Kirche, der Kathedrale St. Stanislauund und St. Ladislauss . Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, von der Bauweise her eine Mischung aus griechischem Tempel und polnischem Volkstheater. Sie wurde 1387 errichtet und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit dorischen Säulen erweitert. Der freistehende, 57 m hohe Glockenturm soll einen herrlichen Panoramarundblick bieten. Die Besteigung haben wir uns gespart, denn inzwischen haben wir Sommer mit 27 Grad Temperatur (im Schatten wohlgemerkt)
Der Weg durch die Altstadt führt noch an zahlreichen Kirchen vorbei (der Reiseführer spricht von mindestens 15 weiteren) bevor wir über den dreieckigen Marktplatz zum Tor der Morgenröte spazieren. Das Tor ist das einzige (ehemals insgesamt 9 Tore) erhaltene in der Stadtmauer mit einer Ikone „Barmherzige Muttergottes“ . Die 2 m hohe Ikone ist eine der wichtigsten Pilgerstätten Litauens und soll Wunder bewirken. (Stimmt ab heute haben wir Sommer!!!)
Richtung „Uzupis“ dem ältesten Stadtteil von Vilnius, als Republik der Künstler inzwischen mit eigener Hymne und eigener Verfassung, zu laufen versteht sich von selbst. Im Zentrum, unter dem Engel, nehmen wir unser Mittagessen zu uns (eigentlich hätten wir Kuchen essen sollen) bevor wir uns durch den wunderschönen Stadtpark zurück auf den Weg Richtung Parkplatz machen. Das wir dort noch rauskommen zeugt auch von einem Wunder. Die Vilniusser (oder wie man die Bewohner nennt) haben alles zugeparkt. Andere Womos haben Probleme und müssen wohl noch Stunden warten.
2019.05.19. (Sonntag) Auf zur kurischen Nehrung
Grabucsikes - Drevernos – Palanga - Kunigiskiai - Mazuciai
Km Abfahrt: 18726
Gef. Km: 310
Uhrzeit Abfahrt: 11:15
Übernachtungskoordinaten:
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Am gestrigen Abend haben ein paar Jugendliche etwas gefeiert. Aber als wir gegen 23.30 in der Koje verschwinden sind auch die Jugendlichen bald verschwunden. Entweder haben sie kein OFF (Mückenmittel) mehr oder es wird Ihnen einfach zu kalt. Nur die beiden Angler halten die Nacht durch und verschwinden erst als die Sonne rauskommt. Wir schlafen aus (ist ja Sonntag) und machen uns nach großer Wäsche weiter auf den Weg Richtung Kurische Nehrung. In Drevernos wollen wir ein paar Tage das Sommerwetter genießen (ja, immer noch) und mit der Fähre nach Nida fahren (wir können die Fahrräder mitnehmen). Leider wird daraus nichts weil der Stellplatz noch nicht offen hat ??? Und der Campingplatz im Hafenvorfeld für Womo und 2 Personen 26€ zuzüglich warm duschen und Kosten für Ver- und Entsorgung.
Wir fahren noch ein Stück (60 km) weiter und bleiben jetzt ein paar Tage in Mazuciai auf einem privat geführten Campingplatz in dem für 17€ die Nacht alles enthalten sein soll. Lassen wir uns mal überraschen.



































































































