1. Woche Rundreise Italien
2021.09.12 (Sonntag) Büsumer Deichhausen – Elsterheuser Schleuse
Km Abfahrt: 39093
Gefahren Km: 260
Uhrzeit Abfahrt: 15:30
Übernachtungskoordinaten:
52.913648,10.609912
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Getankt 80,42 Liter
Jetzt geht es doch noch los! Die vor 2 Jahren geplante Reise nach Italien nehmen wir nun in Angriff. Die Corona Zahlen in Italien sind auf dem Sinkflug und die Temperaturen werden im Herbst angenehmer sein als im Hochsommer. Geplant ist zunächst einmal eine Rundreise mit Endziel Sizilien. Wie weit wir kommen machen wir abhängig vom Wetter und von den Corona Bedingungen.
Nachdem wir dann am Sonntag zu Hause alles auf Vordermann gebracht haben, unseren Willy beladen (wahrscheinlich überladen) haben, geht es zunächst einmal zur Übernachtung an die Elsterheuser Schleuse am Elbe Seitenkanal in der Nähe von Uelzen. Die Fahrerei ist ein Gräuel und als wir dort ankommen wird es schon langsam dunkel. Auf dem Platz stehen insgesamt (mit uns) 4 Wohnmobile, da ist es kein Problem den entsprechenden Corona Abstand zu halten. Die Nacht ist ruhig und gegen 7 Uhr am Morgen zu Ende.
2021.09.13 (Montag) Elsterheuser Schleuse – Karlstadt am Main
Km Abfahrt: 39353
Gefahren Km: 513
Uhrzeit Abfahrt: 9:30
Übernachtungskoordinaten:
49.960539, 9.759804
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Es war verdammt ruhig die Nacht, so dass wir in der Morgendämmerung vom lauten Vogelgezwitscher geweckt wurden. Nach dem obligatorischen Camperfrühstück und einem heissen, starken Kaffe machen wir uns auf den Weg Richtung Deutsch – Österreichische Grenze.
Zunächst geht es auf der B4 Richtung Braunschweig. Danach über die Autobahn nach Bad Harzburg. Durch den Harz (Greuliche Bilder vom Waldsterben) Richtung Nordhausen und dann kurz vor Erfurt auf die Autobahn. Wir möchten in Würzburg nächtigen, kommen aber auf besetzte Stellplätze, so dass wir uns entschließen etwas Mainabwärts (?) in Karlstadt auf einem Stellplatz zu übernachten. Hier stehen wir unterhalb der Burgruine und haben alles was wir brauchen.
Wettermäßig geht’s von 14 Grad in der Frühe und hochnebelartiger Bewölkung in Richtung 25 Grad und blauem Himmel am Nachmittag. Das ist schon ein schöner Vorgeschmack auf Italien
2021.09.14 (Dienstag) Karlstadt am Main – Pfronten im Allgäu
Km Abfahrt: 39866
Gefahren Km: 327
Uhrzeit Abfahrt: 12:15
Übernachtungskoordinaten:
47.598034, 10.551863
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WC entsorgt
Getankt 78,69 l = 9,68 l/100km
Schön ruhiger Stellplatz! Bis morgens um kurz nach sieben. Von der Burgruine her ertönt ein Weckruf in Form eines Presslufthammers. Da wird wohl irgendwas restauriert. Auf jeden Fall ist die Nachtruhe vorbei.
Wir frühstücken und ich mache mich über die ersten beiden Tagesberichte der Homepage her. Heute dauert es etwas länger da ich ein bisschen aus der Übung bin. Aber nach 1 ½ Stunden bin ich dann doch durch damit.
Kurz nach 12 kommen wir dann endlich los in Richtung Österreich. Über die B27 geht es durch das staugeplagte Würzburg um dann irgendwann auf der A7 zu landen. Den Tempomat auf 100 km/h eingestellt und ganz gemütlich Richtung Süden gecruist. Immer wieder gibt es Baustellen und die restliche Autobahn ist auch nicht immer ruhig. Es rumpelt durch Schlaglöcher und die Wellen auf der Straße sind auch nicht von schlechten Eltern.
In Nersingen wollen wir dann tanken! Aber zunächst führt uns eine Umleitung mal von der Tankstelle weg. Nach 10 Minuten bekommen wir dann doch das für unseren Willy 2 so wichtige Eloxier. Wieder rauf auf die Schlaglochpiste, sprich A7, und ehe wir uns versehen sind die ersten Berge zu sehen.
Der ausgesuchte Stellplatz ist kostenpflichtig bietet aber alles was des WoMofahrers Herz begehrt. Selbst das am Platz liegende Lokal „Wiesele“ ist relativ preisgünstig. Wir beschließen für heute die Küche kalt zu lassen und genießen ein Hirschgulasch mit selbstgemachten Spätzle. Dazu ein kaltes Bier (bei 23 Grad eine Erfrischung) und Rotwein für Angelika.
Gegen 21 Uhr sind wir wieder am WoMo und es dauert nicht lange bis wir in der Koje verschwinden.
2021.09.15 (Mittwoch) Pfronten – St. Valentin am Haidersee
Km Abfahrt: 40193
Gefahren Km: 166
Uhrzeit Abfahrt: 12:15
Übernachtungskoordinaten:
46.763746,10.531005
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Versorgt: Wasser
Entsorgt: WC, Grauwasser
Die Nacht mussten wir leider die Dachluken schliessen da es irgendwann anfing zu regnen. Es waren nur Schauer und auch die hielten sich in Grenzen.
Nach ver- und entsorgen geht es nun heute durch Österreich nach Italien. Am gestrigen Abend habe ich noch das EU digitale Passagier-Lokalisierungs-Formular (EU PLF) für die Einreise nach Italien ausgefüllt. Leute, da hat sich die EU aber mal wieder was einfallen lassen. Ne knappe halbe Stunde zum ausfüllen. Typisch EU.
Beim Wasserfassen hatten wir ein Problem. Die entsprechenden Schlauchanschlüsse haben wir zuhause liegengelassen so dass wir die freundliche Hilfe eines Stellplatznachbarn in Anspruch nehmen mussten. In Füssen haben wir dann im Baumarkt die fehlenden Teile besorgt und auch noch gleich Insektenentferner für die Frontscheibe mitgenommen. Mit Spüliwasser waren die nicht abzukriegen.
In Füssen erwischen wir noch einen Blick auf das Schloss Neuschwanstein welches wir vor Jahren bereits besichtigt haben so dass wir uns den Besuch sparen. Es geht über die Grenze nach Österreich – keine Kontrolle ??? – Also über die Landesstraße 179 Richtung Italien. Was uns auf dieser Straße so an Wohnmobilen entgegenkommt ist schon fast unheimlich. Geschätzt jedes 5.te Fahrzeug ist irgendwie ein Camper. In Landeck haben wir nicht mitbekommen das die Bundesstraße hinter Landeck gesperrt ist und so haben wir erstmal ne knappe Stunde Sightseeing gemacht und im Stau rumgestanden.
Über die Österreichisch-Italienische Grenze ohne Stau und weitere Kontrollen. Der Reschenpass ist proppenvoll mit Fahrzeugen und am versunkenen Kirchturm im Reschenstausee ist kein Parkplatz zu kriegen. Alles voll von Touris. Und das um diese Zeit. Wir erreichen unseren Stellplatz am Haidersee und erwischen den vorletzten Stellplatz.
Nach einem schönen Spaziergang zum See beenden wir den Tag mit einer Folge „Willsberg“
2021.09.16 (Donnerstag) St. Valentin am Haidersee - Tirano
Km Abfahrt: 40359
Gefahren Km: 109
Uhrzeit Abfahrt: 12:35
Übernachtungskoordinaten:
46.213680,10.157034
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Kein Regen in der Nacht – so konnten wir bei offenen Luken schlafen. Das ist noch ganz angenehm bei Nachttemperaturen von knapp 20 Grad. Wir dödeln so rum, quatschen mit den Stellplatznachbarn und ehe wir uns versehen ist der Vormittag schon rum.
Die Planung für den heutigen Tag sagt eindeutig, raus aus den Alpen denn die Wetterapp meldet Regen ohne Ende. Elli (unsere Navitante) sagt wir sollen über die Schweiz fahren!!! Da wir nichts an Schwerlastabgabe berappen wollen ändern wir den Kurs eigenmächtig und biegen in Spanding ab um über den Stelviopass (Stilfser Joch) zu fahren. Hinzu kommt dass diese Strecke auch noch kürzer ist. Nach den ersten Kehren schauen wir auf die Tafel in der Kehre auf der eine Nummer steht 43 ??? und eine Höhe! Die Kehren werden immer mehr und enger. Es wird nebelig-oder sind das schon die Wolken in die wir hineinfahren? Fragen über Fragen. Wir wollen checken auf was wir uns eingelassen haben, können aber nirgendwo halten. Also rauf auf den Pass.
Kilometer um Kilometer geht es aufwärts. Auf den Kehrenschildern steht irgendwas von 2200 Meter Höhe. Immer noch Nebel und keine Passhöhe in Sicht. Endlich reißt die Wolkendecke auf und wir sehen ein beeindruckendes Panorama. Die Passhöhe liegt in einigen Kilometern vor uns. Jetzt kommt auch noch ein Postbus von oben! Puh das war richtig eng und nur mit eingeklapptem Fahrerspiegel zu meistern. Die Nummern auf den Kehrenschildern sind einstellig geworden und zeigen an dass wir bald ganz oben sind.
Geschafft! Wir stehen auf einem fast leeren Parkplatz auf der Passhöhe und steigen aus um uns die Füsse zu vertreten. Mit 8 Grad ist es ganz schön frisch hier oben. Die Kurbelei hat uns ganz schön geschafft und wir essen eine leckere Hirschbratwurst mit Senf und Sauerkraut in einem Bauernbrot. Lecker, lecker und ganz schön sättigend.
Hier nun ein paar Daten zur Passstraße:
Länge 48 km; Anzahl Kehren 87; max. Steigung 12%,Scheitelhöhe 2757m.
Es geht abwärts und die Straße ist wesentlich breiter und die Kehren besser ausgebaut. Unser heutiges Tagesziel, die Stadt Tirano, rückt näher und der Regen der den ganzen Tag immer mal wieder schauerte hört gänzlich auf. Sogar die Sonne ist wieder zu sehen. Noch einen kleinen Einkauf beim örtlichen LIDL und es wird schon dunkel.
Der Tag ist gelaufen.
2021.09.17 (Freitag) Tirano – Costa Volpino
Km Abfahrt: 40468
Gefahren Km: 99
Uhrzeit Abfahrt: 12:35
Übernachtungskoordinaten:
45.822433, 10.087242
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Entsorgt: WC
Als wir gegen 23 Uhr in die Falle krochen setzte leichter Regen ein. Das Geräusch war richtig einschläfernd. Gegen 4 Uhr in der früh wurden wir dann wach weil die Schlafmusik fehlte – der Regen hatte aufgehört.
Der Morgen zeigte sich mit blauem Himmel und Temperatur von rund 20 Grad. Diese Temperaturen sind angenehm – man schwitzt nicht und kann ausschlafen. Frühstück, Bericht schreiben, aufklaren und WC entsorgen ziehen sich länger hin als beabsichtigt. Um kurz nach 12 kommen wir aber dann endlich los.
Heute wollen wir auf der Fahrt u.A. ein Weltkulturerbe besuchen „Il Parco Archeologico Nazionale Dei Massi Di Cemmno“. Ganz schöne Beschreibung für einen Park mit Felsen in denen unsere Vorfahren einige Bilder gekratzt oder gemeißelt hatten. Man musste schon sehr genau hinschauen um diese Ritzungen zu erkennen. Alles in allem aber eine schöne Anlage die den Eintrittspreis von 6€ p.P. wert war.
Unser heutiger Übernachtungsplatz ist am „Lago d`Iseo“ auf einem Stellplatz in der Nähe des Sees. Die Temperatur liegt bei knapp 30 Grad als wir uns dort für die Nacht einrichten. Wir sitzen den Abend bis zum dunkelwerden ( so bei 19 Uhr) draußen und genießen italienischen Rotwein.
Die Nacht verbringen wir bei voll geöffneten Dachluken und ohne Schlafmusik.
2021.09.18 (Samstag) 2. Tag Costa Volpino
Wir haben unseren Aufenthalt in Costa Volpino um einen Tag verlängert, da Wochenende ist und ein neuer Platz schlecht zu finden ist. Alle Italiener machen mit Ihren Familien ein langes Wochenende.
Bei einem Spaziergang in die Altstadt von Costa Volpino besuchen wir u.A. die Basilika di Santa Maria di Valvendra. Auf dem Rückweg wird noch etwas eingekauft (Rote Trauben das kg für 1,99€) und dann in der Sonne gechillt. Zum Abendessen gibt es Pasta (was denn sonst) und italienischen Roten.
Der Stellplatz ist bis zur letzten Lücke gefüllt und entsprechend ist der Geräuschpegel. Wahrscheinlich lassen italienische Familien ihre Kinder bis in die Puppen auf damit sie am nächsten Morgen ausschlafen können. In der Nacht kommen öffnet der Himmel immer wieder seine Schleusen um die trockene Natur etwas zu wässern.


























































































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