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Wir fahren jetzt Richtung Heimat

Von Dodoni nach Venedig

2018.09.13. Dodoni - Sofra Kolonjare

Heute ist der :   13.09.2018

 

km Abfahrt:        9549

Km Ankunft:       9709

Zeit Abfahrt:       11:30 

Zeit Ankunft:      18:30

Route:     Dodoni - Ionnina - Konitsa - Leskovik - Sofra Kolonjare

 

Koordinaten: N40.442803, E20.669212



Am Morgen werden wir durch LKW - Motorengeräusche geweckt. Direkt neben unserem Übernachtungsplatz ist der "Lieferanteneingang" für die Leute die sich mit den Ausgrabungen beschäftigen. Die fahren LKW-weise Aushub ab. Wir frühstücken und setzen uns dann in Bewegung zum Theater von Dodoni. Wie an fast allen Ausgrabungen sind auch hier einige Archäologen bei der Arbeit. Da muss ja immer noch einiges in der Erde sein.

 

Danach geht es weiter in den Norden nach Albanien. Zunächst halten wir noch in Konitsa um zu tanken und noch einige Euros für Albanien aus dem Bankomaten zu ziehen. Wir kaufen auch noch ein bisschen Obst ein und schauen nochmal durch die Stadt. Beim Bäcker finden wir noch leckere Kuchenteilchen für Nachmittags. Am Grenzübergang gucken wir zunächst ziemlich blöd aus der Wäsche - keine Grenzbeamten zu sehen - Schranke geschlossen! Nach 5 Minuten mache ich mich auf den Weg in das Abfertigungsgebäude. Nach einigem herumsuchen und rufen lässt sich dann ein Zöllner sehen und will alle unsere Papiere zum kopieren haben. Na gut, wenn es schön macht! Dann geht alles ganz schnell und man wünscht uns auf deutsch "gute Fahrt". Wir fahren über den Grenzfluss und kommen an einem Duty Free Shop vorbei. Zwei Stangen Zigaretten und ein Flakon Duftwasser wechseln für knapp 50 Euro den Besitzer. Dann geht es los in die Berge. Wieder mal dreidimensional aber gut ausgebaut. Nach 10 oder 12 km gibt es dann eine Überraschung. Das ausgebaute Teilstück geht in eine schmale, mit Flicken und Schlaglöchern übersäte Straße über.  Eine maximale Geschwindigkeit von 20 bis 30 km/h lassen unser heutiges Ziel in weite Ferne rutschen.

 

Wir genießen die schöne Landschaft und machen Rast auf irgendeinem kleinen Parkplatz. Der Kuchen wird vertilgt und der letzte Kaffee aus der Thermoskanne lässt uns richtig wach werden. Gegen 13 Uhr sind wir in Konitsa losgefahren. Geschätzte 35 - 40 km haben wir bis zu unserem Rastplatz zurückgelegt und sind schon weit über drei Stunden unterwegs. Ich habe die SH 75 zur Europastraße hochqualifiziert, da man hier so schnell vorankommt. Unser Ziel am Ohridsee ist in weite Ferne gerückt. Angelika hat einen kleinen Stellplatz gefunden den wir jetzt ansteuern. Am Ziel haben wir 160 km zurückgelegt und waren dafür 7 Stunden unterwegs. Ich glaube das sagt alles über diese Straße aus.

 

Wir gehen abends noch auf der Terrasse des Restaurants essen und verschwinden danach schnell wieder im Womo - es wird kälter!


2018.09.14. Sofra Kolonjare - Camping Peshka

Heute ist der :   14.09.2018

 

km Abfahrt:        9709

Km Ankunft:       9884

Zeit Abfahrt:       12:15 

Zeit Ankunft:      16:30

Route:     Sofra Kolonjare - Korca - Pogradec - Camping Peshka

 

Koordinaten: N40.966260, R20.643233  



Heute morgen haben wir wohl alle Zeit der Welt. Wir duschen ausgiebig, tanken Frischwasser, entsorgen unsere Toilette und stellen auf einmal fest dass es schon 12 Uhr ist.  Wir kommen dann langsam in die Gänge und besuchen zunächst eine Ausgrabung auf der Strecke nach Korca. Hier hat man eine schwangere Frau, welche Jahrhunderte in der Erde lag, ausgegraben und stellt diese, d.h. was davon über geblieben ist, zur Schau. Auf dem Weg zur Hauptstraße kommen wir noch am Apfel-scheibentrockenplatz (ein Bürgersteig) vorbei Hoffentlich kommt beim einsammeln nicht so viel Schmutz mit in die Tüten. Das knirscht dann beim essen so laut.

 

Auf der jetzt gut ausgebauten Straße kommen wir für die nächsten 5 Minuten schnell voran. Dann Zwangsstop wegen einer Beerdigungszeremonie. Hier scheint ein hohes Tier von uns gegangen zu sein. So viele Trauergäste gibt es bei uns nur wenn eine berühmte Persönlichkeit das zeitliche segnet. Danach geht es nach Korca wo wir auf der Hauptstraße für ganz kleines Geld parken können. Die anschließende Besichtigung der Stadt zeigt eine moderne, westlich ausgerichtete Kleinstadt. Da wir heute etwas schneller unterwegs sind kommen wir am frühen Nachmittag am Übernachtungsplatz an.

 

Abends essen wir mit den Stellplatznachbarn Fisch im Restaurant. Gegen 9 Uhr kommt die Besitzerin, gibt uns eine Flasche Raki, sagt die geht aufs Haus und wenn ihr geht macht bitte das Licht aus. Zack hat sie Feierabend und lässt uns ungläubig staunend zurück. Nachdem wir die Flasche geleert haben geht es dann ins Bett.


2018.09.15. Camping Peshka - Shkroda

Heute ist der :   15.09.2018

 

km Abfahrt:        9884

Km Ankunft:       10064

Zeit Abfahrt:       12:15 

Zeit Ankunft:      16:45

Route:     Camping Peshka - Librazhd - Tirana - Lezha - Shkodra

 

Koordinaten: N42.043758, E19.488667 



Es ist schon wieder nach 12 Uhr als wir dann in Richtung Norden auf die Straße kommen. Es geht über gut ausgebaute Straßen und Autobahnen nach Shkodra wo wir noch ein oder zwei Nächte bleiben wollen. Heute ist Samstag und entsprechend viel Verkehr. Uns fällt mal wieder auf dass in Albanien sehr viele Mercedes PKW´s unterwegs sind. Überwiegend Modelle die seid Jahren nicht mehr gebaut werden. Wir erinnern uns an eine Textpassage im Reiseführer "Albanien ist Mercedesland" und können dies nur bestätigen. Um Tirana fahren wir herum weil doch ziemlich starker Verkehr herrscht. In Vora fahren wir von der Autobahn ab und direkt in eine Baustelle. Hier wird bei laufendem Verkehr (nicht gerade wenig) die Straße repariert. Wir fahren durch große Teerpfützen und entsprechend sieht unser Willy2go in den Radläufen aus. Wenn das mal wieder weggeht!

 

Auf dem Campingplatz in Shkodra angekommen nehmen wir erstmal eine kleine Auszeit. Abends gehen wir ins angegliederte Restaurant und werden vom Kellner mit den Worten "Willkommen zurück" begrüßt. Es ist bald  8 Wochen her dass wir hier gespeist haben. Er fragt wie es unseren Kindern geht und erzählt dann auch noch von seiner Familie. Phänomenal was für ein Gedächtnis der Kellner hat. Das Restaurant können wir nur empfehlen Die angebotenen Gerichte sind saugut und die Kosten überschaubar.


2018.09.17. Shkroda - Skradin

Heute ist der :   17.09.2018

 

km Abfahrt:        10064

Km Ankunft:       10444

Zeit Abfahrt:       11:30 

Zeit Ankunft:      21:15

Route:     Shkroda - Podgorica - Nicsic - Zagvozd - Dugopolje - Skradin

 

Koordinaten: N43.824500, E15.911170



Nach ein paar ruhigen Stunden kommen wir spät los Richtung Skradin. Es geht durch Montenegro und Bosnien Herzegowina Richtung Kroatien. Die Landschaft ist berauschend schön und die Straßen sind gut ausgebaut. Für die Strecke brauchen wir, trotz Benutzung der Autobahn doch länger wie geplant. So ist es schon dunkel als wir bei Pjero in Skradin ankommen. Es gibt ein großes Hallo und wir sollen unbedingt noch von der Hochzeit in Athen erzählen. Viel wird daraus aber nicht und so verschieben wir die Berichterstattung auf den nächsten Tag.

 

Der nächste Morgen wird dann für ein Schwätzchen genutzt und gegen Mittag fährt uns Pjero runter an den Hafen nach Skradin. Wir wollen noch ein bisschen einheimische Währung kaufen. Aber der erste Automat frisst durch eine Fehlbedienung meine Visacard. Erst am nächsten bekommen wir den Hauptgewinn ausgezahlt um diesen dann gleich wieder unter die Leute zu bringen. Im örtlichen Konsum kaufen wir für den geplanten Grillabend ein. Nur das Grillgut müssen wir beim Schlachter in der Nähe des Busbahnhofs besorgen. Es wird ein gemütlicher Abend zu Zweit und auch hier wird es abends schon frisch. Die Koje lässt nicht lange auf sich warten und so schlafen wir bald den Schlaf der Gerechten.


2018.09.20. Skradin - Povile

Heute ist der :   20.09.2018

 

km Abfahrt:        10444

Km Ankunft:       10656

Zeit Abfahrt:       12:30 

Zeit Ankunft:     17:30

Route:     Skradin - Sveti Rok -  Zengg - Novi Vinodolski - Povile

 

Koordinaten: N45.115706, E14.816650



Nach unserem inzwischen schon zum Standard gewordenen Müslifrühstücksritual geht es nach ver- und entsorgen los Richtung Rijeka. Auf der Autobahn kommen wir schnell voran und hinter Zadar geht es durch den Tunnel "Sveti Rok" durch die Berge .Die Nacht wollten wir eigentlich auf einem Parkplatz am Hafen von Zengg verbringen. Aber als wir uns den Tarif anschauen machen wir schnell wieder die Fliege. Da es keinen Nachttarif (mehr) gibt sollten wir für 24 Stunden 48 Euro löhnen am nächsten. morgen. Darauf können wir ganz gut verzichten und so löhnen wir für eine 3/4 Stunde parken 2 €. Es geht also noch etwas weiter in den Norden. In der Nähe von Novi Vindolski finden wir in Poville  einen Campingplatz auf dem wir die Nacht verbringen. Der Abend ist sehr warm und so sitzen wir lange vor dem Wohnmobil um einen guten Roten zu trinken.


2018.09.21. Povile - Venedig

Heute ist der :   21.09.2018

 

km Abfahrt:        10656

Km Ankunft:       10901

Zeit Abfahrt:       10:00 

Zeit Ankunft:     16:15

Route:     Povile - Rijeka - Povzane - Triest - Monfalcone - Venedig

 

Koordinaten: N45.468076, E12.279428



Abends und spät in der Nacht stand der Schlagbaum weit offen und wir hatten schon damit spekuliert umsonst zu übernachten. Aber morgens war die Schranke geschlossen und es saß jemand in der Rezeption und kassierte. So kann man durch rechtzeitiges schließen doch noch zu seinem Obulus für die Übernachtung kommen und sich ansonsten den ganzen Tag von den Gästen fernhalten. Nach dem Frühstück fahren wir die Küstenstraße Richtung Rijeka um dann über die E61 durch Slowenien zu fahren. Kurz vor der slowenischen Grenze versilbert Angelika noch die letzten Kuna im Tausch gegen Marmelade und Honig. In Povzane füllen wir unseren Tank randvoll mit Diesel denn laut Google sind die Preise mit 1,55 bis 1,65 Euro in Italien im Moment die mit am teuersten in Europa. In Slowenien sind wir schon mit 1,29€ dabei. Triest haben wir auch diesmal wieder links liegengelassen (soll doch jemand anders aufheben) und eilen so über gut ausgebaute Landstraßen Richtung Venedig.In Santo Stino de Lavenza besuchen wir noch einen Lidl um nicht in Venedig unsere Vorräte auffrischen zu müssen denn das Wochenende steht vor der Tür. Die nächsten Tage werden wir auf dem Stellplatz in San Giuliano verbringen. Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang an die Lagune und können in der Ferne Venedig sehen.