Der Regen hat nicht lange vorgehalten und gleich nach dem Frühstück fahre ich das Womo auf den Schotterweg. Angelika steht derweil mit dem Fernglas am Strand und beobachtet Wale, die in der Bucht auf Beutezug sind. Zu weit draußen, Fotos sind leider nicht drin.
Wir fahren in den verlassenen Ort um uns dies "Freilichtmuseum" am Ende von Europa anzusehen. Der Ort wurde in den 1960ern von den Fischern verlassen weil der Staat nicht in eine neue Mole investieren wollte. Eine Zeit lang stand alles leer und verfiel, bis man auf die Idee kam die Häuser zu renovieren und als frei zugängliches Kulturdenkmal zu erhalten. Heute kommen wieder Feriengäste und bevölkern, zu mindestens im kurzen Sommer, das Dorf.
Der Rückweg nach Varangerbotn kommt uns gar nicht so lang vor. Weiter auf der Reichsstraße 98 fahren wir Richtung Ifjord. Die ersten 30 km der, immerhin Europastraße, sind eine einzige Katastrophe. Es geht auf der maroden Straße teilweise nur mit Tempo 30-40 weiter. Der Aufstieg zum Fjell dauert dann ewig, weil an der Straße gebaut wird und wir kilometerweit, auf einspuriger Strecke, neben Baumaschinen auf einer buckeligen Lehmpiste vorwärts kommen. Aber dann eine niegel, nagelneue Straße mit mäßigem Steigungen und weit geschwungenen Kurven, und immer wieder Rentiere.
Gegen 19.00 Uhr sind wir endlich am Leuchtturm von Sletnes. Das ist der nördlichste Punkt auf dem Festland. (das Nordkap liegt auf einer Insel!!!) Nach dem Abendessen dann noch ein paar Fotos, ein Hurtigrutenschiff fährt gerade vorbei, und dann schreibe ich die letzten Berichte. Ich hoffe dass wir dann bald wieder ein Netz oder WLAN haben um Bilder und Berichte hochzuladen. damit ihr euch ein Bild von unserer Reise machen könnt.
Heute Abend trinken wir den letzten Alkohol aus Deutschland - wir werden jetzt trocken! Eine Flasche Wein kostet umgerechnet ca. 18,--€.
Am nördlichsten Festlandspunkt (WOMO-Nordkap) Europas
Der letzte Leuchturm vor der Barentsee















